Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplans des Gemein-deverwaltungsverbandes Raum Bad Boll mit den Gemeinden Ai-chelberg, Bad Boll, Dürnau, Gammelshausen, Hattenhofen und Zell u.A.

Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplans des Gemeindeverwaltungsverbandes Raum Bad Boll mit den Gemeinden Aichelberg, Bad Boll, Dürnau, Gammelshausen, Hattenhofen und Zell u.A.

 

Öffentliche Bekanntmachung für die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Auslegung des Vorentwurfs zur Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplans des Gemeindeverwaltungsverbandes Bad Boll gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB)

 

In der Sitzung am 23. Mai 2012 hat die Verbandsversammlung des Gemeindeverwaltungsverbandes Raum Bad Boll den Aufstellungsbeschluss nach § 2 BauGB für die Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplanes 2015 gefasst. Die Bekanntmachung des Aufstellungsbeschlusses wurde am 21.06.2012 veröffentlicht.

Zielsetzung der Gesamtfortschreibung ist es, vor den sich abzeichnenden kommunalen Veränderungen (demografische Entwicklung, Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur, Veränderungen in der Baulandnachfrage, Herausforderungen an die Innenentwicklung, etc.) eine Neubestimmung der städtebaulichen und landschaftsplanerischen Zielsetzungen über eine Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplans und des Landschafts- und Umweltplans vorzunehmen. In diesem Zuge soll auch die Quantität der weiteren räumlichen Entwicklung definiert werden. Als Zieljahr der Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplans wurde das Jahr 2030 definiert.

Die Lage und der Umfang des Plangebiets bezieht sich auf die Gesamtgemarkung des Gemeindeverwaltungsverbandes Raum Bad Boll, mithin auf die Gesamtgemarkungen der sechs Verbandsgemeinden Aichelberg, Bad Boll, Dürnau, Gammelshausen, Hattenhofen, Dürnau und Zell u. A..

Nach umfangreichen Vorarbeiten hat die Verbandsversammlung des Gemeindeverwaltungsverbandes Raum Bad Boll am 31.05.2017 in öffentlicher Sitzung den Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3, Abs. 1 BauGB und damit verbunden zur Auslegung des Vorentwurfs der Fortschreibung des Flächennutzungsplans und des Landschafts- und Umweltplans für den Verwaltungsraum Bad Boll gefasst.

Die Gesamtübersicht des Planungsraums ist zusammen mit dem derzeitigen Stand des Vorentwurfs dem nachfolgend abgedruckten Übersichtsplan zu entnehmen.

Der Vorentwurf der Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplans und des Landschafts-und Umweltplans liegt in der Zeit vom

13.10.2017 bis einschließlich 14.11.2017

während den üblichen Dienstzeiten in den Rathäusern der Gemeinden Aichelberg (Vorderbergstraße 2, 73101 Aichelberg), Bad Boll (Hauptstraße 94, 73087 Bad Boll), Dürnau (Hauptstraße 16, 73105 Dürnau), Gammelshausen (Hauptstraße 19, 73108 Gammelshausen), Hattenhofen (Hauptstraße 45, 73110 Hattenhofen) und Zell u. A. (Lindenstraße 1-3, 73119 Zell u.A.) sowie in der Geschäftsstelle des Gemeindeverwaltungsverbandes Raum Bad Boll (Erlengarten 1, 73087 Bad Boll) zur Einsichtnahme aus. Zur fachlichen Erörterung der Planung steht Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rathäuser und der Geschäftsstelle des Gemeindeverwaltungsverbandes gerne zur Verfügung.

 

Zum Vorentwurf des Flächennutzungsplanes liegen folgende Unterlagen vor:

 

  1. FNP, bestehend aus der Planzeichnung 1:10:000

  2. FNP Begründung

  3. Umweltbericht

  4. Landschaftsplan 2030 mit integrierter Strategischer Umweltprüfung,

  5. Baugebietssteckbriefe im Rahmen der Alternativenprüfung städtebaulicher Entwicklungsoptionen

Der Inhalt der ortsüblichen Bekanntmachung und der Link auf die auszulegenden Unterlagen werden zusätzlich auf der Internetseite des Gemeindeverwaltungsverbandes Raum Bad Boll (www.gvv-boll.de) und auf den Internetseiten der Gemeinden (www.aichelberg.de, www.bad-boll.de, www.duernau.de, www.gammelshausen.de, www.hattenhofen.de, www.zellua.de, und www.gvv-boll.de) eingestellt und stehen unter nachfolgendem Link für die o.g. Dauer des Beteiligungszeitraums zur Verfügung:

https://download.sippelbuff.de/index.php/s/W3vL5uJzFwlEoRx

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit werden folgende umweltrelevante Informationen zu den Schutzgütern Mensch, Tiere, Pflanzen, Biotopverbund, Boden, Fläche, Wasser, Luft, Klima, Klimawandel einschließlich des zwischen ihnen bestehenden Wirkungsgefüges, sowie zum Orts- und Landschaftsbild betrachtet.

Hiervon umfasst sind umweltbezogene Informationen über:

Umweltbelang

Verfügbare Informationen

Mensch

Wohnumfeld, Gesundheit und Wohlbefinden, siedlungsnahe Erholung, Freizeiteinrichtungen, unzerschnittene Freiräume, Vorbelastungen wie z.B. Lärm, Schadstoffe, Wärmebelastung

Flora / Biotope

Bestand und Bewertung Biotop- und Nutzungstypen, potenziell natürliche Vegetation, Streuobst, Vorbelastungen

Fauna

Zielvorgaben zum Schutz von Lebensräumen (Natura 2000, Zielartenkonzept (ZAK) des Landes BW, besondere Schutzverantwortungen der Gemeinden), fachliche Schwerpunkte Fauna und Potenziale, Zielarten aus dem ZAK, Schwerpunktbereiche Lebensräume/ Habitatstrukturen und vorkommende Zielarten: Gehölzarmes Offenland (Feldlerche, Rebhuhn, Wachtel), Halboffenland (Halsbandschnäpper, Wendehals, Kleiner Abendsegler, Zauneidechse), Feuchtlebensraum (Gelbbauchunke, Ringelnatter), Trockenstandorte (Baumpieper, Zauneidechse, Heidegrashüpfer), anthropogene Sonderstandorte (Gelbbauchunke, Zauneidechse), Wald (Feuersalamander, Bechsteinfledermaus), Vorbelastungen

Entwicklungsziele, Maßnahmen zum Erhalt und zur Schaffung neuer Lebensräume

Biotopverbund

Landesweiter Biotopverbund, Generalwildwegeplan, Regionaler Biotopverbund, Verbundsystem feuchter, mittlerer und trockener Standorte, Vorbelastungen

Boden

Bestand Bodentypen und Bodengesellschaften, Bewertung nach LUBW-Modell zu den natürlichen Bodenfunktionen, Archive der Natur- und Kulturgeschichte, besonders empfindliche und gefährdete Böden (Erosion, Verdichtung, Überschwemmung), Wölbäcker, Vorbelastungen, Drainage, fachlich geeignete Bodenauftragsflächen (Bodenmanagement), Geologie

Fläche

Flächenverbrauch durch städtebauliche Entwicklungsflächen (Wohnen, Gewerbe, Mischgebiete, Gemeinbedarf, Sonderbauflächen), durch Planungen Deutsche Bahn (DB), Straßenbau (BAB), Hochspannungsleitungen, Gasleitungen belegte Flächen und Trassen, Tagebauflächen

Vorschläge Entwicklungsflächen und -maßnahmen für Natur und Landschaft

Wasser

Oberflächengewässer, Einzugsgebiete, Hochwasserrisiko, Gewässerstruktur, vorliegende Gewässerentwicklungspläne, Grundwasserkörper, Grundwasser­neubildung, Grundwassergeschütztheit, Grundwasserqualität, Vorbelastungen

Klima / Luft

Klimatope, wärmeregulations- und klimatische Ausgleichsfunktion, z.B. Kalt- und Frischluftentstehung, Durchlüftung- und lufthygienische Ausgleichsfunktion, z.B. Luftleitbahnen, Immissionsschutz- und Klimaschutzwald, Vorbelastungen (z.B. Emissionen)

Klimawandel

Zukünftige Klimaentwicklung, Klimawirkfolgen, Strategien/ Maßnahmen zur Klimaanpassung

Landschaftsbild

Vielfalt, Eigenart und Schönheit der visuell abgegrenzten Raumeinheiten, Ortsränder, Naherholung, Freizeitwege, Radwege, Wanderwege, Aussichtspunkte, Vorbelastungen

Kultur- und Sachgüter

Kulturdenkmale (Bau- und Bodendenkmale), Wölbäcker, Streuobst, Sachgüter wie wichtige Gebäude und Infrastruktureinrichtungen, Vorbelastungen

Schutzgebiete

Schutzgebiete nach Naturschutzrecht (Natura 2000, NSG, LSG, Besonders geschützte Biotope etc.), Forstrecht (Bodenschutzwald etc.), Wasserrecht (Trinkwasserschutz, Heilquellenschutz, Überschwemmungsgebiete), Denkmalschutzrecht (Bau- und Bodendenkmale, Fossillagerstätte), Sonstige Schutzobjekte (Geotope, Artenschutzprogramm)

 

Stellungnahmen können im Zuge der frühzeitigen Beteiligung während der Auslegungsfrist bei den oben genannten Gemeinden des Gemeindeverwaltungsverbands Raum Bad Boll und der Geschäftsstelle des Gemeindeverwaltungsverbands Raum Bad Boll abgegeben werden.

Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung des Flächennutzungsplans unberücksichtigt bleiben.

Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass eine Vereinigung im Sinne des § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Abs. 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes gemäß § 7 Abs. 3 Satz 1 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes mit allen Einwendungen ausgeschlossen ist, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.

Ein Antrag gemäß § 47 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) ist unzulässig, wenn die den Antrag stellende Person nur Einwendungen geltend macht, die sie im Rahmen der öffentlichen Auslegung oder im Rahmen der Beteiligung der betroffenen Öffentlichkeit nicht oder verspätet geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.

Bad Boll, 06.10.2017

 

gez. Jochen Reutter

Verbandsvorsitzender

 

 

 

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